1917-04-16-DE-001
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Quelle: DE/PA-AA/R14096
Zentraljournal: 1917-A-12670
Erste Internetveröffentlichung: 2003 April
Edition: Genozid 1915/16
Praesentatsdatum: 04/19/1917 p.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: A.J.Nr. 1578/Nr. 389
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Gesandte in Stockholm (Lucius von Stoedten) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg)

Bericht



A.J.Nr. 1578 / Nr. 389
Stockholm, den 16. April 1917.

In „Dagens Nyheter“ veröffentlicht seit einiger Zeit die als ententefreundlich bekannte Schriftstellerin Marika Stjernstedt wiederholt Aufsätze über die Armeniergreuel. Am 16. April 1917 gibt sie auch die Stimme eines Deutschen wieder. Sie referiert ausführlich über einen in Druckerei und Verlag des „Reichsboten“ zu Berlin erschienenen Appell von Dr. Martin Niepage, einem Oberlehrer an der deutschen Realschule in Aleppo, der vor allem auch darauf hinweist, dass die deutsche Regierung von den Vorgängen in Armenien unterrichtet sei und wohl der Lage wäre, Abhilfe zu schaffen, wenn sie nur wollte.

Da die Hetzerei wegen der sogenannten Armeniergreuel hier nicht aufhören will, so dürfte vielleicht dieser erneute Angriff, bei dem ein deutscher Schriftsteller als Zeuge angeführt wird, Veranlassung zu einer Erwiderung geben.


Lucius
[Notiz Rosenberg 23.4.]

Eine Erwiderung unterbleibt besser, um unseren Armenierfreunden keinen Anlaß zur Wiedereröffnung ihrer Polemik zu geben.



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