1916-06-19-DE-006
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Quelle: DE/PA-AA/R 20079
Zentraljournal: 1916-A-16720
Erste Internetveröffentlichung: 2017 Juni
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1915.06-1916.12
Telegramm-Abgang: 06/19/1916 02:10 PM
Telegramm-Ankunft: 06/24/1916 02:10 AM
Praesentatsdatum: 06/24/1916 a.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 376
Zustand: A
Letzte Änderung: 11/19/2017


Der Gesandte in Athen (Mirbach) an das Auswärtige Amt

Telegraphischer Bericht


Athen, den 19. Juni 1916

Für Chef des Generalstabes Feldheeres:

Aus sicherer Quelle:

Griechischer Gesandter Berlin telegraphiert vom 14. Juni:

„Hier eintreffende Meldungen von österreichischer Front über russisches Vordringen haben amtliche Kreise hier zunächst beunruhigt. Man hat den Österreichern sofort Verstärkungen geschickt und jetzt erklärt man, daß das Loch zugestopft und keine Gefahr mehr von dieser Seite droht. Aus guter Quelle erfahre ich, daß die an österreichischer Front befindlichen Reserven aus den in Deutschland selbst stehenden Reserven genommen wurden, und daß die Reserven an französischer Front unberührt geblieben sind. Zu dem Endausgang der Kämpfe vor Verdun hat man seit der Einnahme von Vaux größeres Vertrauen als je zuvor.“

Dieses Telegramm, das mir inhaltlich auch von Metaxa mitgeteilt wurde, hat hier vorzüglichen Eindruck gemacht und den Eindruck der russischen Meldungen bei König, Regierung und Generalstabskreisen erheblich abgeschwächt.

Ich bitte Euere Exzellenz dem griechischen Gesandten in dem Bestreben, solche durchaus zweckmäßigen und in ihrer Wirkung sehr nützlichen militärischen Berichte hierher zu senden, wenn möglich weiter zu unterstützen.

Militärattaché Athen.


[Mirbach]



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