1915-01-19-DE-002
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Quelle: DE/PA-AA/R 20176
Zentraljournal: 1915-A-02304
Erste Internetveröffentlichung: 2012 April
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1911.01-1915.05
Telegramm-Abgang: 01/19/1915 09:40 AM
Telegramm-Ankunft: 01/19/1915 12:30 PM
Praesentatsdatum: 01/19/1915 p.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 91
Zustand: A
Letzte Änderung: 10/22/2017


Der Gesandte in Bukarest (Bussche) an das Auswärtige Amt

Telegraphischer Bericht



No. 91.

Bukarest, den 19. Januar 1915.

Geheim! Eilt.

Stelle nach Rücksprache mit Oberstleutnant Hentsch anheim, ob nicht behufs Irreführung der Russen über unsere Pläne in Galizien durch Rotheit an Bukarester Tagblatt, das in russischer Gesandtschaft eifrig gelesen wird, telegraphiert werden sollte, daß zahlreiche deutsche Truppen in Ungarn auf dem Wege nach Serbien seien. 1 bis 2 Tage darauf könnte dann nochmals kurzes Telegramm erfolgen etwa daß Anzahl der deutschen Truppen nicht so groß, damit es so aussieht, als ob Zensor über Durchlassung erster Nachricht ungehalten.


[Bussche]


[G.A.]

Hr. Major Deutelmoser teilt nach telephonischer Rücksprache mit dem Hauptquartier mit, daß nach Ansicht des Chefs des Generalstabs die umlaufenden Gerüchte wirksamer als Zeitungsnotizen sind. Der Chef des Gen. Stabs empfiehlt, von den Telegrammen abzusehen, wenn nicht ein ganz bestimmter, zeitlich begrenzter Zweck verfolgt werde. „Irreführung der Russen“ betrachtet Major Deutelmoser nach der ihm erteilten Anweisung im vorliegenden Falle nicht als einen so umschriebenen Zweck.



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