1915-03-18-DE-005
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Quelle: DE/PA-AA/R 20180
Zentraljournal: 1915-A-9981
Erste Internetveröffentlichung: 2012 April
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1911.01-1915.05
Praesentatsdatum: 03/19/1915 p.m.
Zustand: A
Letzte Änderung: 06/17/2017


Der Bankier und Djavid-Freund Oscar Wassermann an den Botschafter in Konstantinopel (Wangenheim)

Schreiben


Berlin, den 18. März 1915.

Von H. v. Wassermann übergeben.

Abschrift.

Seiner Exzellenz Baron von Wangenheim, Kaiserlich Deuscher Botschafte Konstantinopel

pp.

Schwieriger gestaltet sich die zweite, politische Mission Dschawids, was unser militärisches Eingreifen in Serbien betrifft. In den Depeschen, die Talaat Bey Dschawid täglich sendet, spricht er die Meinung aus, daß selbst die Dardanellenfrage für ihn nicht so wichtig sei, als die Türkei von der rumänischen Sperre unabhängig zu gestalten. Dschawid macht hier täglich, von der Person des Herrn Reichskanzlers angefangen, bis zum Vortragenden Rat im Auswärtigen Amt seine Vorstellungen, findet auch überall geneigtes Ohr, aber nicht den gewünschten praktischen Erfolg. Wir erwarten für heute die Ankunft Halil Beys, dessen Reisezweck nach Talaats Depeschen ja identisch mit der Bitte um unsere Intervention in Serbien sein dürfte.

pp.



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