1917-02-16-DE-001
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Quelle: DE/PA-AA/R14095;BoKon174
Zentraljournal: 1917-A-03926
Erste Internetveröffentlichung: 2000 März
Edition: Genozid 1915/16
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: No. 149
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts (Zimmermann) an den Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Kühlmann)

Erlaß



No. 149
Berlin, den 16. Februar 1917

Geheim.

Der Vorsitzende der Orient- und Islamkommission des Deutschen Evangelischen Missionsausschusses Missionsdirektor D. Karl Axenfeld hat im Interesse wirksamerer Fürsorge für die deportierten Armenier gebeten, den in 8 Exemplaren anliegenden Fragebogen von den zuständigen deutschen konsularischen Vertretern ausfüllen zu lassen. Das in Frage kommende Deportationsgebiet ist aus der u.R. beigefügten Kartenskizze ersichtlich. In erster Linie sind Nachrichten über die Verhältnisse in der sogenannten nördlichen Deportationszone erwünscht, die aus den längst der Bagdadbahn liegenden Deportationsorten gebildet wird.

Ew. pp. wollen die Fragebogen den in Betracht kommenden Kaiserlichen Konsulaten mit entsprechender Weisung vertraulich zugehen lassen und für tunlichst beschleunigte Erledigung Sorge tragen.


[Zimmermann]

[Die Botschaft Konstantinopel an die Konsulate Mossul, Aleppo, Bagdad, Damaskus, Beirut 23.11.]
Geheim!
Im Auftrage des Herrn Reichskanzlers und auf Bitten des Missionsdirektors D. Karl Axenfeld, Vorsitzender der Orient- und Islam-Kommission des Deutschen Evangelischen Missionsausschusses, ersuche ich das Kais. Konsulat erg. den beigefügten Fragebogen in drei Abdrücken auszufüllen und mit tunlichster Beschleunigung hierher einzureichen.
[Notiz Mordtmann 26.2.]
Zunächst interessiert den dsch.-Ev. Missionsausschuss nur das östliche Deportationsgebiet. (Mesopotamien u. Syrien); da Konia nicht dazu gehört, so wartet man besser evtlle. nachträgliche Anfrage ab, zumal wir keinen konsularischen Vertreter dort haben.



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