1916-03-26-DE-002
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Quelle: DE/PA-AA/R 20059
Zentraljournal: 1916-A-7995
Erste Internetveröffentlichung: 2017 Juni
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1915.06-1916.12
Telegramm-Abgang: 03/26/1916 07:55 PM
Telegramm-Ankunft: 03/26/1916 11:20 PM
Praesentatsdatum: 03/27/1916 a.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 106
Zustand: A
Letzte Änderung: 11/19/2017


Der Gesandte in Sofia (Oberndorff) an das Auswärtige Amt

Telegraphischer Bericht


Sofia, den 26. März 1916

Im Anschluß an Telegramm Nr. 99 {A 7627 bei 7923}.

Vertraulich.

[Graf Tarnowsky sagt mir, Baron Burian könne sich mit eventueller bulgarischer Erklärung, daß Zivilverwaltung in strittigen Ortschaften kein Präjudiz bedeuten solle, nicht begnügen, sondern müsse auf Zurückziehung Zivilverwaltung bestehen, weil Österreich später selbst Zivilverwaltung in betreffenden Gebieten einzurichten gedenke.

Ganz vertraulich. Habe den Eindruck, daß Graf Tarnowsky selbst mit schroffer Haltung Burians nicht ganz einverstanden.


[Oberndorff]
[Jagow am 7.3. an Wien (Nr. 289)]

Der K. Ges. in Sofia telegraphiert: [ ].

So wenig einwandfrei der Anspruch der Bulgaren sein mag, so würden sie als beati possidentes nur mit Gewalt zu entfernen sein. Ich fürchte, daß die Schroffheit Baron Burians die Angelegenheit zu einem Conflict treibt, den wir jetzt unbedingt vermeiden müssen.



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