1916-06-15-DE-002
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Quelle: DE/PA-AA/R 20077
Zentraljournal: 1916-A-15869
Erste Internetveröffentlichung: 2017 Juni
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1915.06-1916.12
Telegramm-Abgang: 06/15/1916 03:00 PM
Telegramm-Ankunft: 06/16/1916 02:45 AM
Praesentatsdatum: 06/16/1916 a.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 367
Zustand: A
Letzte Änderung: 11/19/2017


Der Gesandte in Athen (Mirbach) an das Auswärtige Amt

Telegraphischer Bericht


Athen, den 15. Juni 1916

Für Chef des Generalstabes Feldheeres.

Antwort auf Tel. Nr. 13286 P {A 15687}.

In langem, sehr ernstem Gespräch erklärt Metaxa:

Die griechische Regierung wird von sämtlichen Ententemächten bereits des Einverständnisses mit Deutschland und seinen Verbündeten beschuldigt; Folge davon Blockade, die zwar immer noch nicht erklärt, aber immer mit gleicher Schärfe fortbesteht. Befehle zum Zurückziehen von griechischen Grenzposten, die nur zu leicht der Entente bekannt und erneut Anlaß zu Repressalien geben können, augenblicklich unmöglich. Falls Besitz Höhe 886 für deutsche Stellung unbedingt nötig, muß daher Besetzung in diesem Ausnahmefalle erfolgen, ohne daß griechische Feldwache von hier …[Gr. verstümmelt]… ist, die durch Umgehung oder direkte Verhandlungen zum Rückzug veranlaßt werden kann. Jedes weitere Vorgehen deutscher und bulgarischer Truppen ist aber geeignet, Stellung Königs und Regierung unverhältnismäßig zu erschweren, solange es sich nur um ein schrittweises Vorrücken und keinen allgemeinen Angriff handelt.

Militärattaché Athen.


[Mirbach]



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