1916-06-06-DE-004
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Quelle: DE/PA-AA/R 20076
Zentraljournal: 1916-A-15282
Erste Internetveröffentlichung: 2017 Juni
Edition: Die deutsche Orient-Politik 1915.06-1916.12
Telegramm-Abgang: 06/06/1916 09:40 PM
Telegramm-Ankunft: 06/10/1916 01:40 AM
Praesentatsdatum: 06/10/1916 a.m.
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 411
Zustand: A
Letzte Änderung: 11/19/2017


Der Gesandte in Athen (Mirbach) an das Auswärtige Amt

Telegraphischer Bericht


Athen, den 6. Juni 1916

In gestriger Kammersitzung gab Ministerpräsident anläßlich einer diesbezüglichen Interpellation der Kammer Kenntnis von den Vorgängen bei Besetzung des Rupelpasses.

Er hinwies darauf, daß die anrückenden Deutschbulgaren ihre feste Absicht bekundet hätten, das Fort Rupel auf jeden Fall zu besetzen. Ein ernstlicher Widerstand hätte Griechenland zum Heraustritt aus der Neutralität geführt. Der Vorwurf, daß die griechische Regierung im Einverständnis mit den Deutsch-Bulgaren gehandelt habe, sei ungerecht und werde schon durch die Tatsache widerlegt, daß von dem Fort 24 Schuß abgegeben worden seien.

Eine vorherige Verständigung des Generalstabs oder einer anderen griechischen Behörde mit den Deutschen oder Bulgaren habe nicht stattgefunden.

Zum Schluß versicherte Herr Skuludis, daß nach den der griechischen Regierung abgegebenen Erklärungen es sich um eine rein militärische Aktion handle, und daß die Integrität oder die Interessen des Landes nicht gefährdet seien.


[Mirbach]



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