1916-04-28-DE-005
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Quelle: DE/PA-AA/BoKon 101/Bl. 5-8
Botschaftsjournal: 10-12/1916/II 5905
Erste Internetveröffentlichung: 2010 April
Edition: Deportationsbestimmungen
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Notiz Botschaft Konstantinopel





[II 4772]

Dr. David bittet um Intervention für die Mutter des Reichsangehörigen P. Basilius in München. 28/4 16.

Surpik Kenerlikdjian, Mutter des Reichsdeutschen P. Basilius in München möchte die Erlaubnis erhalten, zu ihrer Tochter nach Pera überzusiedeln, da ihr in Angora die Existenzmittel fehlen.


[Notiz Neurath 5.5.]

HGksl [Herrn Generalkonsul] Mordtmann. Bitte kurze Notiz durch Haig. Kann das noch nachgeholt werden?

[Notiz Mordtmann 13.5.]

Die Sache ist in Folge meiner zeitweiligen Erkrankung von Herrn Dr. Weber übernommen worden.

[Notiz Weber 27.5. ]

Nach der Feststellung Haik Efendis hat der Enmiet-i-amamie [?], an deren Direktor (Aziz Bey) ich mich seinerzeit gewandt habe, die Behörde in Angora entsprehend angewiesen. H. Dr. Straubinger habe ich verständigt.


[Militärpfarrer David (Angora) an Botschaft (Wolff-Metternich) 20.6.]
[II 5905]

Ew. Exzellenz!

Die Frau Surpik Kenerlikdjian von hier hat entsprechend der von der Botschaft erhalten Anweisung bei dem hiesigen Polizeidirektor die Erlaubnis zur Abreise nach Konstantinopel nachgesucht, aber von ihm den Bescheid erhalten, es sei ihm keine Autorisation erteilt worden, sie abreisen zu lassen. Ich bitte daher ehrerbietigst um erneute Schritte bei den Ottomanischen Behörden.


Dr. David
deutscher Pfarrer in Angora

[Notiz Metternich 26.6.]

G.R.G. [Geheimer Rat Göppert] z. weiteren Veranlassung und zur Rücksprache.

[Notiz Weber 5.7.]


Erneute Erkundigungen auf der „Sureté Générale“ haben ergeben, daß auf das erste Schreiben nach Angora ein Brief von dort eingegangen ist, auf den jetzt in günstigem Sinne geantwortet werden soll.

[Botschaft an David 6.7.]

Auf die Zuschrift vom 20. v.Mts. Nach den erneut an zuständiger Stelle eingezogenen Erkundigungen soll die Weisung wegen Reiseerlaubnis für Frau Surpik Kenerlikdjian noch in diesen Tagen dem dortigen Polizeidirektor zugehen. Es hat den Anschein, daß letzterer auf die erste an ihn ergangene Weisung zunächst hierher berichtet hatte.

Seine Hochwürden bitte ich, mich von dem Ausgang der Angelegenheit unterrichten zu wollen.


[Metternich]



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