1916-06-22-DE-002
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Quelle: DE/PA-AA/BoKon/172
Botschaftsjournal: A53a/1915/1881
Erste Internetveröffentlichung: 2003 April
Edition: Genozid 1915/16
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: No. 90
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Botschafter in Konstantinopel (Wolff-Metternich) an den Konsul in Aleppo (Rößler)

Telegraphischer Erlaß



No. 90
Pera, den 23. Juni 1916
Die Deutsch-Armenische Gesellschaft in Potsdam hat neuerdings dringend gebeten das Schicksal des Aknuni und anderer Führer der Partei Daschnakzutiun festzustellen die vor etwa Jahresfrist über Aleppo nach Diarbekir geschafft werden sollten, angeblich um in Diarbekir abgeurteilt zu werden; seit ihrer Abfahrt von Aleppo liegen keine sicheren Nachrichten über ihren Verbleib vor. Bitte Erkundigungen in Diarbekir in unauffälliger Weise einzuziehen falls sichere Gelegenheit sich bietet, und Ergebnis kurz drahten.

[Wolff Metternich]
[Notiz Mordtmann 22.6.]

Wegen des Punktes 1) (angebliche Verurteilung von 9 Jahren hier in Kstpl. hatte ich noch keine Gelegenheit mich mit dem Patriarchat in Verbindung zu setzen.;

dh. evtll. in 87.


[Antwort Rößler an Botschaft Konstantinopel (No. 115) 26.6.]

Antw. auf Tel. No. 90.

Nach dem was sich in hiesiger Gegend in den letzten 12 Monaten abgespielt, habe ich nicht den geringsten Zweifel, dass die fraglichen Personen zwischen Aleppo und Diarbekir umgekommen sind. Unauffällige Erkundigungen in Diarbekir sind zur Zeit unmöglich; sie werden indessen versucht werden sobald als sich eine sichere Gelegenheit bietet. [siehe dazu Dokument 1916-06-12-DE-001]



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