1915-11-04-DE-002
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Quelle: DE/PA-AA/BoKon 97/Bl. 165
Botschaftsjournal: 10-12/1915/9531
Erste Internetveröffentlichung: 2010 April
Edition: Deportationsbestimmungen
Telegramm-Abgang: 11/04/1915 03:30 PM
Telegramm-Ankunft: 11/04/1915 09:10 PM
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr- 68
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Generalkonsul in Smyrna (Humbert) an die Botschaft Konstantinopel

Telegraphischer Bericht



No. 68 v. 4.11.

Antwort auf Telegr. No. 44.

Der Geldempfänger Melkon ist ebenso wie zahlreiche andere hiesige Armenier, namentlich der ärmeren Klasse, anfangs dies. Mts verhaftet worden. Angeblich sollen alle Verhafteten, die nicht aus Smyrna gebürtig, ins’s Innere verwiesen werden. Dazu würde auch Melkon [Anmerkung Mordtmann: ist aus Musch] gehören. Sein Chef, ein Deutscher, zu dem ich volles Vertrauen habe, tritt warm für ihn ein und erbittet meine Intervention. Darf ich mich für ihn verwenden oder will Ksl. Botschaft Schritte tun? Soll ich Geld etwa im Gefängnis auszahlen?


[Humbert]
[Notiz Mortmann]

auf Grund der von Seoghik Djindojan gemachten Angaben:

[Antwort Botschaft 6.11. (Nr. 47)]


Antwort auf Tel. Nr. 68.

Das Geld war für Mikail Djindojan bestimmt, dem Melkon es aushändigen sollte. Schritte für Melkon muß ich Ew. pp Ermessen überlassen; das Geld ist vorläufig ihm nicht auszuzahlen.


[Neurath]



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