1915-09-29-DE-001
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Quelle: DE/PA-AA/BoKon 97/Nr. 69-71
Botschaftsjournal: 10-12/1915/8171
Erste Internetveröffentlichung: 2003 April
Edition: Genozid 1915/16
Telegramm-Abgang: 09/29/1915 08:30 PM
Telegramm-Ankunft: 09/30/1915 05:00 PM
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: No. 98
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Konsul in Erzerum (Schulenburg) an die Botschaft Konstantinopel

Telegraphischer Bericht



No. 98
Erserum, den 29. September 1915

Hiesige Schwestern Katholisch-armenischer Kongregation der unbefleckten Empfängnis können mit dortigem Mutterhaus keine Verbindung erlangen. Sind hier da ihre Schule geschlossen ohne Existenzmittel wollen Constantinopel reisen falls Aufnahme im Mutterhaus möglich. Bitte um schleunige telegraphische Mitteilung ob willkommen, zutreffendenfalls um Erwirkung Reiseerlaubnis bei Regierung sowie um Zusendung von Reisegeld. Ich bitte vorstehendes dem Mutterhaus mitzuteilen.

[Schulenburg]

[Die Botschaft Konstantinopel an die Superiorin der armenisch-katholischen Kongregation der unbefleckten Empfängnis (Tschoplouk Tchechmé Pancaldi) 1.10.]


Der Kaiserlich Deutsche Konsul in Erserum telegraphiert, dass die dortigen Schwestern Ihres Ordens ihn gebeten haben, Ihnen mitzuteilen, dass ihre Schule geschlossen worden sei und dass sie daher jetzt dort ohne Subsistenzmittel wären. Unter diesen Umständen möchten sie gern nach Constantinopel reisen, falls sie in ihrem Mutterhause Aufnahme finden könnten. Bejahenden Falles bäten sie um Erwirkung der Reiseerlaubnis bei der türkischen Regierung und Überweisung von Reisegeld.

Die Kaiserliche Botschaft ist bereit auf dahingehenden Antrag ihre Vermittelung zur Erlangung der Reiseerlaubnis und Übersendung von Geld nach Erzerum eintreten zu lassen. Ich bitte Sie daher mich zur telegraphischen Bescheidung der Schwestern in Erzerum in Stand setzen zu wollen.


Der Kaiserliche Botschafter
in Vertretung
Neurath
[Notiz Botschaft]

Nach dem Adreßbuch: Congrégation des religieuses arméniennes catholiques de L'immaculée Conception Supérieure Mère Evkiné Pekmezian

[Notiz Neurath 3.10.]


Die Superiorin der Kongregation hat erklärt, augenblicklich kein Geld zu besitzen um die Rückreise der Schwestern zu bezahlen. Sie bittet jedoch um Feststellung wie viel Geld erforderlich u. würde dann das Geld sammeln. (Anfrage in Erzerum)


[Die Botschaft Konstantinopel an das Konsulat Erzerum (No. 59) 4.10.]

Antwort auf Telegr. No. 98

Superiorin der Kongregation erklärte, augenblicklich kein Reisegeld für Schwestern zu besitzen. Bittet um Feststellung wie viel erforderlich um hier Betrag zu sammeln.



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