1915-09-04-DE-004
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Quelle: DE/PA-AA/BoKon 96/Bl. 141
Botschaftsjournal: 10-12/1915/7127
Erste Internetveröffentlichung: 2010 April
Edition: Deportationsbestimmungen
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Hohenlohe-Langenburg) an die Filiale Konstantinopel der Deutschen Orientbank

Schreiben



[Identisches Schreiben an den Wiener Bankverein Konstantinopel]

Dem Direktor der Ottomanbank in Erzerum Herrn Balladour, war es s.Z mit Unterstützung des dortigen Deutschen Konsuls gelungen von der Lokalregierung die Erlaubnis zu erwirken, daß die aus Erzerum ausgewiesenen Armenier ihre Waren der Ottomanbank zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten übergeben durften. Diese Waren wurden in zwei armenischen Kirchen unter Verschluß der Ottomanbank untergebracht. Alles übrige Eigentum der Ausgewiesenen ist von der Regierung beschlagnahmt oder von Privatpersonen in Besitz genommen worden.

Nachdem die Behörden von Erzerum jüngst den Versuch gemacht haben, das vorerwähnte Depot der Ottomanbank an sich zu ziehen, hat die letztere mit Unterstützung der Kais. Botschaft Schritte unternommen, um bis auf weiteres die Verwahrung des Depots durch die Bank aufrecht zu erhalten. Über den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit wird die Ottoman Bank ["letztere" für den Brief an den Wiener Bankverein] in der Lage sein, Ihnen direkt Nachricht zu geben.

Inzwischen füge ich die anliegende vom kaiserlichen Konsulate Erzerum eingesandte Aufstellung über Ihre der dortigen Ottoman Bank zum Inkasso übergebenen Effekten bei.


Hohenlohe-Langenburg
[Notiz Mordtmann]

bordereau DOB schließt mit Ltq. 3144,11 ab;

bordereau WBV schließt mit Ltq. 914,65 ab.



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