1915-09-10-DK-001
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Quelle: DK/RA-UM/Gruppeordnede sager 1909-1945. 139. D. 1, ”Tyrkiet - Indre Forhold”. Pakke 1, til 31 Dec. 1916
Erste Internetveröffentlichung: 2010 August
Edition: Dänische diplomatische Quellen
Telegramm-Abgang: 09/10/1915
Telegramm-Ankunft: 09/27/1915
Laufende Botschafts/Konsulats-Nummer: Nr. 117
Übersetzung: Michael Willadsen
Zustand: A
Letzte Änderung: 03/23/2012


Der Gesandte in Konstantinopel (Carl Ellis Wandel) an den Außenminister (Erik Scavenius)

Bericht


Konstantinopel, d. 10. Sept. 1915.

Nr. 117

Herr Außenminister,

Als neues Beispiel dafür, wie sich die Regierung in ihrer bereits erwähnten Geldknappheit aller Mittel zur Geldbeschaffung bedient, habe ich die Ehre mitzuteilen, dass die Tageszeitungen heute berichten, dass eine Kommission aus Vertretern der verschiedenen Ministerien eingesetzt wurde, die bestimmen soll, wie man die hier lebenden Untertanen feindlicher Länder finanziell heranziehen kann für die Verluste durch die völkerrechtswidrigen Beschießungen.

Es wird angenommen, dass es besonders um Verluste durch die Beschießung der Kohleminen bei Herakli handelt, die die türkische Marine mit Kohlen versorgen. Die Verhaftungen von ca. 200 russischen Untertanen hier in Konstantinopel scheinen im Zusammenhang mit der genannten Maßnahme zu stehen.

Mit vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich, Herr Minister, Ihr ergebenster


Wandel



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